Chung
  Women's Letter, Nr. 47, 2010, German
  



Vorwort Frauenbrief

Liebe Leserin, lieber Leser, 

„Die Welt hat genug fur aller Bedurfnisse, nicht aber fur aller Gier.“ So sagte Mahatma Gandhi. Und Jesus fragt: „Wie viele Brote habt ihr?“ (Mk 6:38) Dies ist das Schlusselwort aus der Bibel, ausgesucht von unseren chilenischen Schwestern fur den Weltgebetstag 2011. Aus dieser Wundergeschichte konnen wir verschiedene Botschaften herauslesen, z. B. Jesus lasst die Menschen am Wunder mitwirken. Er lasst sie die grosse Menschenmenge in Gruppen von 100 oder 50 aufteilen, d.h. es wird ein Netzwerk gebildet. Aus einer anonymen Masse von Menschen entsteht eine Tischgemeinschaft; nun begegnen sie sich von Angesicht zu Angesicht. Nun ist intermenschliche Beziehung moglich, welche Gleichgultigkeit uberwindet.

Im Gegensatz zu seiner Umwelt fordert Jesus nicht monetare Werte. Er lasst eigene Starken erkennen und zur Geltung bringen, hilft, sie zu verstarken und zum Nutzen aller einzusetzen. Wie konnte diese Geschichte in unsere Realitat umgesetzt werden?
An vielen Orten dieser Welt erlebe ich, wie Frauen unter schwierigen und harten Umstanden arbeiten. Sie bringen ihre Gaben, sei es Zeit, Erfahrung, eigene Talente oder den Willen zu Veranderung ein. Hier gilt ein anderes Wertesystem. Durch das Teilen wird die Lebenskraft verstarkt.

In diesem Frauenbrief stehen konkrete Beispiele aus Chile. Es erzahlen Frauen aus verschiedenen von mission 21 unterstutzten Projekten von ihrer Arbeit: von unterschiedlichen Erfahrungen her schreiben doch alle uber Leitung, Spiritualitat und empowerment. Der Kontext und ihre Geschichte werden in der Einleitung beschrieben.
Der Arbeitskreis Theologie und Gender ist eine Initiative von Studentinnen und Dozentinnen der evangelisch-theologischen Fakultat (CTE) in Conception; genau wie das Team des Okumenischen Zentrums Diego de Medellin schaffen sie Orte des Dialoges und der kritischen Besinnung auf der Suche nach neuen Beziehungen. Gewalt gegen Frauen und Kinder ist in allen dargestellten Programmen stark prasent. „Ich glaube an die Utopie, dass eine Frau nicht ihr ganzes Leben lang Opfer bleiben muss“, so druckt sich ein Mitglied des Frauenprogramms von dem Dienst fur die Gemeinschaftliche Entwicklung und Bildung (SEDEC) aus. Der Text gemeinsam atmen (Con-spirando) zeigt, wie wichtig es ist, sich mit den im Alltag gegenwartigen Mythen auseinanderzusetzen, um Gewalt zu uberwinden. Dieses Ziel hat auch der Workshop fur Kunst- und Korpertherapie von Evangelischer Entwicklungsdienst(SEPADE), uber den eine Teilnehmerin berichtet: Ich habe gelernt, die Richtung meines Lebens zu bestimmen. Der Weg entwickelt sich im Vorwartsgehen:Das zeigt uns eine Gruppe von Frauen, die in den Workshops von Dienst fur Frieden und Gerechtigkeit (SERPAJ) in Schulen und Armenvierteln Methoden von Gewaltuberwindung und Konfliktlosung erlernten.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Ute Seibert, die seit mehr als 22 Jahren in Chile wirkt, fur die Koordination und fur ihre Kooperation mit dem Frauennetzwerk von mission 21. 
Mein Dank gilt auch Marianne Herrera fur ihre redaktionelle Arbeit und Irmgard Frank fur ihr Korrekturlesen.

Ich wunsche Ihnen beim Lesen viel Freude und gute Inspiration.
30. April 2010, Basel

Pfrn. Dr. Meehyun Chung
[인쇄하기] 2017-10-30 22:39:23


     
  


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